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Maschinenbaustudium an der TU-Dresden, Honda CB1, Simson S51, Suzuki Motorräder und Trabant P601
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Hier möchte ich einige sonderbare Beispiele veröffentlichen, was alles mit Mopedteilen so passieren kann...

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Etwa im Jahr 2002 setzte ich auf meine damalige Simson S51 einen 60ccm Zylinder drauf und versuchte sie sofort nach gelungenem Zusammenbau anzukicken. Das klappte aus unerfindlichen Gründen nicht und irgendwann machte es mal "PUFF" und dann soff die Simme ab. Nachdem ich im Vergaser nachschaute, sah ich das:
Deformierter Simson Schwimmer Deformierter Simson Schwimmer
Die Schwimmerkörper sind auf beiden Seiten eingedrückt. Als Ursache kann ich mir nur einen Rückschlag der Zündung in den Vergaser vorstellen.

Hier ist das Nadellager kaputt gegangen. Die Bestandteile des Nadellagers sind dann unter Scheppern durch die Überströmkanäle in den Verbrennungsraum gelangt und in den Alu-Kolben regelrecht eingeprügelt worden.
Igelkolben Igelkolben Igelkolben

Manchmal macht man sich Gedanken, warum die eigenen Maschine nicht die Leistung bringt, wie andere Motorräder gleichen Modells. Da versucht man den Vergaser ordentlich sauber, richtig bedüst und gut gedichtet zu halten um keine Leistung, bei schon brachialen 45 PS der Suzuki GS500E, zu verschenken und bei einer "ich setz mich drauf und fahre" - Maschine, welche Pflege höchstens mal bekommt, wenn sie wirklich nicht mehr laufen sollte und auch noch schneller rennt, als seine eigene, sieht man bei der Pflege dann so was:
Vergaserdeckel Vergaserdeckel
Die Feder welche den Schieber wieder zurückdrücken soll ist in 3 Teile gebrochen: 2 ineinander geschoben und da das ja noch nicht reicht, hat sich das 3. Stückchen in den Vergaserdeckel der GS 500 bereits an zwei Stellen eingearbeitet und wirkt als "Drossel über Vergaseranschläge". Dass der O-Ring beim Unterdruckanschluss gefehlt hat und sie da ordentlich Falschluft gezogen hat tut ihr übriges. Mmh, was mache ich mir eigentlich die Mühe meine Maschine in ordentlichen Zustand zu halten, wenn es SO anscheinend besser geht ???

Im Juli 2005 fuhr ich mit meiner Susi und ca. 120km/h über die Landstraße, als ich zu Beginn einer Ortschaft ankerte, ging der Bremspunkt immer weiter zurück und bei ca. noch 60 km/h verabschiedete sich die Vorderradbremse vollständig und ich landete mit einem -niemals bewußt nachahmbaren- Slide mit der gesamten Seite an einem Scheunentor. Aufatmen: nichts passiert, außer einem weiterem Kratzer auf dem Auspuff und einen "etwas" erhöhten Adrenalinspiegel.
Bremsscheibe Bremsscheibe
Die Bremsscheibe ist zu einer überdimensionalen Tellerfeder umgeformt worden und ist (leider durch den Flugrost nicht mehr gut sichtbar) vor Wut "blau angelaufen". Was lernen wir/ich daraus: niemals die Bremse nach Bremsbelagwechsel auch nur 100m absichtlich schleifen lassen!

Im August 2005 kam der Fahrer dieser Honda CB500 gegen den Bordstein und rutschte etwas über 40m über den Gehweg. Hier haben die Schutzbügel ihre Aufgaben getan:
Motorschutz Motorschutz
Die Bügel sind ca 2mm tief abgeschliffen, haben sich eingedrückt, verdreht und sind durch die hohe Reibwärme am unteren Zug sogar blau angelaufen. Nicht auszudenken, was mit den dünnen Alu-Seitendeckel des CB500 Motors passiert wäre...wohl Totalschaden. 2 Wochen, dutzende Arbeitsstunden und 500EUR später schnurrt sie nun mittlerweile wieder wie ein "Kätzchen".

Die gleiche CB500 mit den oben angesprochenen Motorschutzbügeln hat durch den Sturz ein nettes Fischgrätenmuster erhalten. Sehr chic, wie ich finde und bestimmt ein künstlerisches Einzelstück. Designerauspuff